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 Die Notsituation in Ruanda

 

Projektort: Kabuga, etwa 20 km östlich der Hauptstadt Kigali

 

Ruanda ist eines der ärmsten und am höchsten verschuldeten Länder der Welt. Es wurde 1994 zum Schauplatz eines der blutigsten Bürgerkriege des vergangenen Jahrhunderts.

 

Innerhalb von 100 Tagen wurden bei Konflikten zwischen den rivalisierenden Hutu und Tutsi mehr als eine Million Menschen getötet. Tausende von Waisenkindern und Witwen waren die traurige Konsequenz dieses Völkermordes.

 

Gezielte Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen durch HIV-positive Soldaten gehörten zur Tagesordnung während des Völkermordes.

 

Schätzungen gehen von 250´000 vergewaltigten Frauen aus. Von den Überlebenden wurden 70 Prozent mit HIV infiziert. Viele Frauen und Kinder wurden ausserdem Zeugen unvorstellbarer Brutalität und Morden gegenüber geliebten Familienmitgliedern.

 

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